Mittwoch, 11. April 2018

Rollerausfahrt zur Sackpfeife und zum Christenberg bei Münchhausen

Rollerausfahrt zur Sackpfeife und zum Christenberg bei Münchhausen


Gestartet wurde die Ausfahrt am Parkplatz vor dem amerikanischen Spezialitäten Restaurant in Marburg. Die kleine Ausfahrt begann mit der Durchfahrt von dem Ort Goßfelden. Wir haben auch die „Lahntalsäule“ ca. nach 300 m unbeschadet überstanden. Der Blitzer lauert, wie so viele seiner stummen Kollegen, an der Betonmauer und ist erst im letzten Moment zu sehen. Damit sich es auch lohnt, versucht er in beiden Richtungen abzulichten. Dieses Erlebnis sollte uns mehrere Male auf unserer Strecke erfolglos begleiten. Auf der B 62 rollten wir in Richtung Biedenkopf wo wie die Burg Biedenkopf, nach dem Ortsausgang von Buchenau, sehr gut einsehen konnten. In Biedenkopf wurde erst einmal getankt um die Strecke gut und beruhigt fahren zu können. Ich hasse die gradlinige und hässliche Umgehungsstraße und fahre gerne durch den Ortskern der jeweiligen Ortschaften. Damit nehme ich aber gerne  in kauf, das ich durch 30ziger Zonen gegängelt werde. An der Ortsgrenze zu Biedenkopf geht eine gut ausgebaute Straße Richtung Sackpfeife rechts ab. Die Straße ist gut ausgebaut und somit erreichten wir ohne Probleme die Abfahrt zum Gipfel. Mein 400er Motor bewältigte diesen Aufstieg ohne Probleme und ich war froh mehr als 20 PS zur Verfügung zu haben. Der Zufahrtsweg endet auf einem großen Parkareal dieses konnte ich auch gut erreichen. Unterwegs wurde ich dann doch zweimal von sehr undisziplinierten Radsportlern fast zum Sturz gebracht, da sie mir hohem Tempo auf meiner Fahrseite auftauchten. Ich konnte durch eine schnelle Reaktion diese Situation noch bereinigen. Ich hörte immer noch hinter mir, wie die kleinen Bremsen der Rennräder schrill pfeiften. Oben auf dem Parkplatz angekommen stellten wie meinen Roller am Äußeren Ende ab. Wir merkten die Sonnenstrahlen und genossen die wärmenden Strahlen.



Schnell waren die Motorradsachen verstaut und der Weg zum Aussichtsturm angetreten. Unterwegs konnte man noch die Betonausleger des Sendemastes sehen. Der Aussichtsturm, tauchte aus dem noch kargen Wald, langsam auf. Sein Weiß leuchtete durch die noch grauen Äste der Bäume. Am Turm angekommen lud gleich eine Parkbank zum Verweilen ein.



Der Oberhessischen Gebirgsverein betreibt dort einen kleinen Getränke Ausschank, an der Berghütte. Schnell war ein Kaltgetränk unser eigen und wir genossen die Sonnenstrahlen. Mehrere Wanderer und Mountainbiker waren vor Ort und trafen dort, in unregelmäßigen Abständen ein. Ich dachte mir, das sind aber harte Damen und Herren, die hier mit ihrem Rad den Gipfel erklommen haben. Bis ich merkte das ca. 90% der Radler einen schwarzen Kasten im Rahmendreieck hängen hatte. Es schoss mir dann gleich in den Kopf, doch keine harten Mountainbiker, sondern Weicheier mit Tretunterstützung, Ich konnte mir auch nicht denken, das bei vielen Damen und Herren dort oben, eine wirkliche ständige Fahrradbenutzung sich auf den Körper auswirkt. Das kleine Wohlstands- bäuchlein, war auch durch absolut abgestimmte Fahrradbekleidung, noch gut zu erkennen. Das machte sich gerade bei manchen Damen bemerkbar, die zwar voll overdresst, aber sehr unsicher auf dem Fahrrad, die Rückfahrt antraten. Man hat bestimmt gemerkt, dass ich diese Modemenschen nicht mehr als Montain Biker, sondern als Radler bezeichnet habe. Also nach diesen Eindrücken verließen wir den Ort der schicki micki Radler und stiegen wieder, nach dem kleinen Rückweg, auf meinen Roller. Die Fahrt ging über Hatzfeld nach Münchhausen diese Strecke führte uns durch ein wunderbares Naturpanorama und wir genossen diese Fahrt sehr.



Da die Auffahrt zum Christenberges eher sehr unscheinbar in der Mitte des Ortes liegt, muss man schon sehr konzentriert durch den Ort fahren um diese Auffahrt nicht zu verpassen. Aber das macht man automatisch, denn auch da lauern die seelenlosen Kollegen der Staatskontrolle und wollen nur unser Bestes. Dann war die Auffahrt zum Christenberg schnell genommen. Ich musste aber während ich die Straße zum Berg befuhr, stark aufpassen, denn manch ein Sonntagsfahrer, hatte Probleme mit seinem polierten Boliden, die Seitenbankette mit zu benutzen. Aber auch diese Fahrweise ertrug ich mit einer guten Portion Ruhe und Disziplin. Oben auf dem Christenberg konnte ich ohne Schwierigkeiten meinen Roller abstellen. Schon war der Rundgang durch die Mauerreste der fränkischen Siedlung begonnen. Da ich nach 30 Jahren das erste Mal wieder auf dem Christenberg war, viel mir auf, dass die Wiesenflächen durch Pferdeweiden eingezäunt waren. Der kleine Rundgang endete auf dem Friedhof der Kapelle, wo auch ein Denkmal an die Toten Soldaten erinnert, die im 1. und 2. Weltkrieg vermisst, gefallen und an den Spätfolgen gestorben waren. Ich nutze immer diese Stätten des Gedenkens um inne zu halten und denke dann an diese Menschen.


Auf der Rückfahrt lud eine kleine Eisdiele in Cölbe noch zu einer Rast ein. Danach wurde die Wärme der Sonne genutzt um den Parkplatz am amerikanischen Spezialitäten Restaurant in Marburg sicher zu erreichen. So endete die kleine Rollertour zum Saisonbeginn. Eigentlich beginnt ja meine Saison schon am 1. Januar jeden Jahres, denn ich bin ja der Wolfiderimmerfährt !
















Samstag, 24. März 2018

DH1FBL - Zurück zu einer fesselnden Betriebsart!

Zurück zu einer fesselnden Betriebsart!

Da ich einige Jahre Amateurfunk-Abstinenz war und krankheitsbedingt ein paar Jahre kämpfen musste, bin ich wieder zurückgekehrt in den Kreis der Funkamateure.

Ich habe erst einmal mit einem alten 2m/70cm Gerät von Icom angefangen. Das Display war ziemlich verblasst und ich konnte zumindest Relaisbetrieb betreiben.
Diese Art des Funkbetriebes fesselte mich nicht gerade, war aber für den Wiedereinstieg ganz nett.



Dann holte ich meinen TS 480 wieder aus der Kiste und ich begann wieder auf Kurzwelle einige SSB QSO´s zu fahren. Auch wurde ich durch eine Leihgabe mit dem Digitalfunk beleckt, alles das vertrieb mir zwar die abendliche Zeit, aber es war für mich nicht gerade fesselnd.
Eines Abends wühlte ich weiter in meiner Amateurfunkkiste und ich holte meine alten Morsetasten aus der Versenkung. Alte DDR Tasten, eine kleine russische (Agententaste), eine aus Messing LLAVES TELEGRAFICAS ARTESANAS, natürlich die gute alte Junkers, an der ich so viel geschwitzt habe. Aber dann kam eine kleiner weißer Karton zum Vorschein in der sich eine Bencher Taste verbarg. Schnell war die Bencher und die Handtaste der Funkwerke Köpenick angeschlossen.
Die ersten Abende, gingen mit dem hören von laufenden QSO Texten dahin und ich merkte, eigentlich ist CW wie Fahrrad fahren, wenn man es gelernt hat vergisst man es nicht mehr so schnell. Dann die ersten QSO´s mit der Handtaste und ich schwitze ein wenig, bei den ersten Verbindungen. Diese Anfangsnervosität ging aber schnell verloren und ich klopfte munter drauf los. Die Bencher stand zwar auf dem Tisch, aber ich wollte den Sprung zu dieser Taste noch nicht wagen. Eines Nachts, als mich die Erinnerungen an Afghanistan nicht schlafen ließen, versuchte ich es mit der Bencher. Erst zur Übung, nur mit Mithörton, ohne dass ich meinen Text aussendete und dann kam es, dass ich mich auf das 40m wagte und es lief, es lief so gut das ich immer mehr QSO’s fahren wollte. Ich merkte das mich der Virus CW voll in seinen Bann zog und ich genoss jedes einzelne QSO. Im ersten Monat habe ich ca. 150 CW OSO’s gefahren und ich merkte Wolfi du bist wieder da.
Ich wollte wieder in einer Gemeinschaft mein zurückgewonnenes CW erleben und wurde fündig auf der Seite der AGCW im Internet. Schnell kontaktierte ich Manfred  und ich habe gleich meine Mitgliedschaft wiederaufleben lassen.
Ich versuche jetzt, fast jeden Abend meine CW Kenntnisse zu verbessern und ich habe Spaß daran, mit dem Spiel der Punkten uns Strichen und dem melodische hin und her der Signale. Selbstverständlich auch mal ein QRP Signal aufzunehmen und dem kommen und gehen der Zeichen zu lauschen, um sich dann zu freuen, wenn das QSO im Logbuch verewigt ist.

DH1FBL Wolfgang


Samstag, 10. März 2018

Vom Kocher zum Schlafsack - Erfahrung beim alten Elefantentreffen


Die Nächte werden wieder länger und das alte Elefantentreffen im Februar 2018 nimmt mich schon in seinen Bann. Da ich gerade dabei bin meine Ausstattung zu prüfen und der Griff zu meinem Schlafsack mich dazu inspirierte, zu diesem Thema mal etwas zu schreiben.



Vom Schlafsack hängt es ab, ob mir die Nächte im Winter angenehm oder unangenehm in Erinnerung bleiben. Beim Kauf eines Schlafsackes für Minustemperaturen kommt es immer auf die jeweiligen ausgewiesenen Temperaturbereiche an. Ich muss mich beim Kauf halt auf die Werte der Hersteller verlassen.

In einem Land der Normen und Richtlinien werden Schlafsäcke nach einer gewissen Norm gefertigt. Diese Norm wird in der Richtlinie über Kriterien von Schlafsäcken unter der EN 13537 geregelt. Die Krucks an der Sache ist, dass diese Norm nicht für Expedition oder Militärschlafsäcke gilt. In der Regel werden immer 3 Bereiche angegeben: Komfortbereich (T comf), unterer Grenzbereich (T lim) und extrem Bereich (T ext).

Ich habe mich immer nach dem Komfortbereich orientiert und die anderen Bereiche außer Acht gelassen. Denn alles was unter diesem Bereich angesiedelt ist hat mit frieren zu tun.
Mein Schlafsack von der Firma „no Name“, hatte einen angegebenen Komfortbereich von -10 Grad, dieses erschien mir ausreichend, denn ich kann ja diesen Bereich mit einer dünneren Decke aufwerten. Wenn es nicht anders geht kann man auch einen Sommerschlafsack, oder ein Inlett in den Schlafsack bringen.

Den Schlafsack den ich verwende ist von der Firma „Zeltfreund“ und wird unter dem Namen „Comfort Space“ verkauft. Der Schlafsack hat sich beim alten Elefantentreffen bei ca. -6 bis-8 Grad bewährt. Ich musste sogar mal nachts den Reißverschluss öffnen, weil mir sehr warm war. Der Preis liegt zwischen 35 und 50 Euro. Leider hatte sich die Naht aufgetrennt und ich habe den Schlafsack komplett nach nähen lassen. Da ich nicht zu den Erbsenzählern gehöre, war das für mich kein 
Problem.


Wenn wir also mit einer Kombination aus dünner Wolldecke (Kick 2,99 €), Schlafsack Inlett (ASMC 8,50 €), oder preiswertem Sommerschlafsack (Polo 9,99 €) leben könnt und diese Varianten versteht zu kombiniere, werdet ihr gut gerüstet sein und das alte Elefantentreffen kann zu einem warmen Vergnügen werden. Denn Spaß hat man beim alten Elefantentreffen immer.

Immer nach dem Motto wer sich gut bettet, der liegt auch gut!


Euer Wolfiderimmerfährt  


PS: Das Alte Elefantentreffen 2018 ist nun rum und ich habe die eisige Kälte mit teilweise -12 Grad in meinem Zelt und Schlafsack sehr gut überstanden. 

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