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Dienstag, 5. Februar 2019

Die Zeit der Motorrad Wintertreffen kommt wieder

Die Zeit der Motorrad Wintertreffen kommt wieder...

Die Zeit der Wintertreffen mit dem Zweirad stehen wieder an und ich werde mit Sicherheit das alte Elefantentreffen am Nürburgring wieder anfahren.




Wie jedes Jahr macht man sich Gedanken, was nehme ich eigentlich mit und was war im vergangen Jahr zu viel dabei.

Da das alte Elefantentreffen auf einem Campingplatz am Nürburgring stattfindet, muss man sich keine Gedanken über die Verpflegung machen. Die angrenzende Gastronomie hält eine gute Palette von Speisen und Getränken die zur winterlichen Jahreszeit passen, bereit.

Ich habe mir es aber zur Gewohnheit gemacht, nicht jeden Tag dort zu essen. Ich habe ein kleines Kontingent an mitgebrachten Zutaten dabei.



Da sich bei mir das schwedische Armeekochset im letzten Jahr beim Motorrad Winter-treffen bewährt hat und ich gerne auf dieses zurückgreife. Wenn das Thermometer Richtung Minus zeigt und der Spiritus, im Kocher, nicht so richtig will, muss man das ganze etwas vorwärmen. Dazu habe ich mir Reinigungspads aus der Drogerie etwas aufgepeppt.

Ich mache mir in einer Dose aus Resten von Kerzenwachs, durch Erhitzen eine Wachsflüssigkeit. Die Pads werden dann ganz einfach in das flüssige Wachs getaucht und zum Trocknen auf ein Papiertuch gelegt. Diese Pads nehme ich in einer kleinen Dose mit. Als Dose zum Erhitzen vom Wachs, hat sich eine einfache Blechdose in der einmal Erdnüsse waren bewährt.

Die Pads lassen sich dann gut entzünden und man kann den Trangiabrenner gut damit vorwärmen und wenn er einmal brennt, brennt er.
Ich habe auch immer eine kleine Flasche mit Brennspiritus dabei und in diese gefüllte Flasche, gebe ich einen kleinen Teelöffel mit Wasser hinzu. Das Wasser verhindert das der Spiritus im Brenner rußt.



Mit diesen kleinen Tricks brennt auch der Spirituskocher bei Minustemperaturen.

Mein Spirituskocher erfüllte bei um die 7 Grad Minus absolut seinen Zweck. Leider habe ich es noch nicht bei tieferen Minusgraden testen können.





Samstag, 10. März 2018

Vom Kocher zum Schlafsack - Erfahrung beim alten Elefantentreffen


Die Nächte werden wieder länger und das alte Elefantentreffen im Februar 2018 nimmt mich schon in seinen Bann. Da ich gerade dabei bin meine Ausstattung zu prüfen und der Griff zu meinem Schlafsack mich dazu inspirierte, zu diesem Thema mal etwas zu schreiben.



Vom Schlafsack hängt es ab, ob mir die Nächte im Winter angenehm oder unangenehm in Erinnerung bleiben. Beim Kauf eines Schlafsackes für Minustemperaturen kommt es immer auf die jeweiligen ausgewiesenen Temperaturbereiche an. Ich muss mich beim Kauf halt auf die Werte der Hersteller verlassen.

In einem Land der Normen und Richtlinien werden Schlafsäcke nach einer gewissen Norm gefertigt. Diese Norm wird in der Richtlinie über Kriterien von Schlafsäcken unter der EN 13537 geregelt. Die Krucks an der Sache ist, dass diese Norm nicht für Expedition oder Militärschlafsäcke gilt. In der Regel werden immer 3 Bereiche angegeben: Komfortbereich (T comf), unterer Grenzbereich (T lim) und extrem Bereich (T ext).

Ich habe mich immer nach dem Komfortbereich orientiert und die anderen Bereiche außer Acht gelassen. Denn alles was unter diesem Bereich angesiedelt ist hat mit frieren zu tun.
Mein Schlafsack von der Firma „no Name“, hatte einen angegebenen Komfortbereich von -10 Grad, dieses erschien mir ausreichend, denn ich kann ja diesen Bereich mit einer dünneren Decke aufwerten. Wenn es nicht anders geht kann man auch einen Sommerschlafsack, oder ein Inlett in den Schlafsack bringen.

Den Schlafsack den ich verwende ist von der Firma „Zeltfreund“ und wird unter dem Namen „Comfort Space“ verkauft. Der Schlafsack hat sich beim alten Elefantentreffen bei ca. -6 bis-8 Grad bewährt. Ich musste sogar mal nachts den Reißverschluss öffnen, weil mir sehr warm war. Der Preis liegt zwischen 35 und 50 Euro. Leider hatte sich die Naht aufgetrennt und ich habe den Schlafsack komplett nach nähen lassen. Da ich nicht zu den Erbsenzählern gehöre, war das für mich kein 
Problem.


Wenn wir also mit einer Kombination aus dünner Wolldecke (Kick 2,99 €), Schlafsack Inlett (ASMC 8,50 €), oder preiswertem Sommerschlafsack (Polo 9,99 €) leben könnt und diese Varianten versteht zu kombiniere, werdet ihr gut gerüstet sein und das alte Elefantentreffen kann zu einem warmen Vergnügen werden. Denn Spaß hat man beim alten Elefantentreffen immer.

Immer nach dem Motto wer sich gut bettet, der liegt auch gut!


Euer Wolfiderimmerfährt  


PS: Das Alte Elefantentreffen 2018 ist nun rum und ich habe die eisige Kälte mit teilweise -12 Grad in meinem Zelt und Schlafsack sehr gut überstanden. 

Montag, 4. Dezember 2017

7 gute Gründe für ein 4 Jahreszeiten Zelt

Wie Ihr wisst, stehen ja wieder die Wintertreffen an. Auf meinem Plan stehen das Elefantentreffen, das alte Elefantentreffen und die Schwarzpulver Rallye. Alles Treffen, bei denen es fürchterlich kalt werden kann. 





Deshalb habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht welches Zelt nun das Nächste sein wird und welche Anforderungen ich an ein neues Zelt stelle.
Seit 2006 benutze ich ein einfaches Baumarktzelt für damals 21,95 Euro. Es ist ein eine Zelt mit nur einer Wand. Das Zelt hat mich die ganzen Jahre gut begleitet und ich habe es auch immer gut gepflegt.

Das Zelt wurde nach jedem Einsatz im Garten aufgebaut und mit einem feuchten Schwamm gereinigt. Danach trocknete es in der Sonne und ich konnte das Imprägnierungsspray auftragen. Dieses musste ebenfalls in der Sonne trocknen. Trocken wurde das Zelt dann gut eingepackt und verschnürt. Somit war es immer einsatzbereit und es konnte kein Schimmel entstehen.

Allerdings ist dieses Zelt nun doch in die Jahre gekommen und ich hatte damit auch nie Probleme mit der Undichtigkeit. Ich überstand darin Dauerregen und Schneefall, auch längere Sonneneinstrahlung. Das Fieberglasgestänge hielt die ganzen Jahre ohne Probleme, dank Silikonspray.

Ich informierte mich im Internet und habe einen Testbericht nach dem anderen gelesen. Auch mein guter Partner YouTube musste dafür öfter herhalten.
Nachdem so viele Informationen auf mich eingestürzt sind, musste ich mir meine eigenen Richtlinien erstellen. Denn ich habe wirklich nicht das Geld um mir ein Zelt der Spitzenklasse, in der Preisklasse von 500 bis 1000 Euro zu kaufen.

Die Erfahrungen mit dem Baumarktzelt waren doch sehr prägend, nicht nur was die Haltbarkeit angeht.

Da die 7 meine Glückszahl ist, erdachte ich mir meine sieben Punkte für mein Zelt.
Ich schlafe nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über im Zelt, während ich mit dem Roller unterwegs bin.

1.    Es musste ein 4 Jahreszeiten Zelt werden
2.    Aluminiumgestänge sollte wegen der Schneelast vorhanden sein
3.    Der Boden sollte mindestens eine Wassersäule von 5000 mm haben
4.    Das Zeltdach sollte zweiteilig sein, mit einer Wassersäule von min. 3000 mm
5.    Preislich nicht über 120 Euro angesiedelt sein
6.    Da ich die meisten Zeit alleine unterwegs bin, sollte es für 2 Personen ausgelegt sein. (das reicht für einen kleinen Dicken mit langen Beinen)
7.    Moskitonetz sollte es besitzen und die eine oder andere Ablagemöglichkeit.

Auf die Zeltheringe gehe ich nicht besonders ein, weil sie eher in minderer Qualität vorhanden sind und man kann sie gut als Zubehör zukaufen.




Euer wolfiderimmerfährt

(welches es nun geworden ist, im nächsten Bericht)





Sonntag, 23. April 2017

Altes Elefantentreffen oder der 60. Geburstag - Teil 2 -



Die Brocken in dem Gulasch waren so groß, das es jedem Vegetarier die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Abends saß ich noch am Lagerfeuer vor dem Orga-Zelt und kam mit dem einen oder anderen vom Organisationsteam (E-Team) ins Gespräch. Als die Anwesenden erfuhren das ich meinen sechzigsten Geburtstag auf dem Elefantentreffen feierte, wurde schnell ein kleiner Chor organisiert der mir das bekannte Geburtstagslied zum Besten gab. Ich fühlte mich auf einmal angekommen auf dem Elefantentreffen und habe so viel Herzlichkeit und Freundlichkeit erfahren das mir die Erinnerung immer noch ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert. Außerdem bekam ich zu meinem Geburtstag gleich einen Aufnäher und Aufkleber geschenkt. 
Zu fortgeschrittener Stunde und bei mittlerweile -5 Grad begab ich mich zu meinem Zelt und kroch in meinen Schlafsack. Meine Gedanken beschäftigten sich eher mit der Tatsache ist mein Schlafsack auch warm genug. Ich wurde schnell beruhigt, er war es. Nacht. wurde ich geweckt von einem leichten punktuellen Geräusch geweckt, welches an mein Zeltdach leise klopfte. Ich dachte Regen, bloß kein Regen, ich hasse Regen, wenn ich Zelte. Alte Erinnerungen kamen in mir hoch, von nassen Schlafsäcken und undichten Zelten. Ich dachte mir nur, regen wirft keinen Schatten im Mondlicht und Regen bleibt auch nicht auf dem Zeltdach liegen.
Es wird doch kein Schnee sein, oh Gott Schnee. Da ich eh mit dem Schicksal des Campers konfrontiert wurde, der abends zu viel Flüssigkeit zu sich genommen hatte, musste ich aus meinem Schlafsack, bei -5 Grad ein einziges zitterndes Vergnügen.
Also mutig wie ich war, Reißverschluss auf und der Blick viel auf einen total verschneiten Camping Ground. Was dann kam muss ich nicht näher hier beschreiben. Dann wieder rein in den Schlafsack und die Wärme in mich aufsaugend eingeschlafen. Am nächsten Morgen blickte ich eine wundervolle verschneite Eifellandschaft und in zufriedene Gesichter der Anwesenden. Dann raus in die Kälte, Klamotten an und Kocher angeworfen. Der Bacon mit Rührei schmeckte vorzüglich und dann noch schnell einen warmen Kakao gemacht und der Tag war mein Freund. Jetzt an die Zeltpflege, Schnee nicht abstreifen, sondern durch Bewegung mit der Zeltstange abklopfen. Morgen Toilette konnte ich sehr gut wahrnehmen, denn auf dem Campingplatz gab es Toiletten, Duschen und genügend Waschbecken um sich frisch zu machen. Ein absolutes Kompliment an den Campingplatz Betreiber der es immer schaffte die Toiletten und Duschen in einem Top Zustand zu halten. Bei einer Besucherzahl von 1200 Menschen bestimmt keine leichte Aufgabe.
Viele Gespräche geführt und es wurde dann langsam Zeit für den Spiele Nachmittag. Ich begab mich auf die Suche, wo denn das Zelt sei wo man spielen konnte. Nichts war es mit Mensch Ärgere dich nicht, oder Kartenspiele. Pust, der Kelch ging an mir.  vorüber, da ich persönlich keine Tischspiele mag. Also bewegte ich mich auf eine freie Fläche und da sah ich schon die Massen der spielsüchtigen. Es waren absolut aktive und Verrückte Spiele die dort abliefen. Mohrenkopf Wettessen, Eier zu werfen, ohne dass sie Schaden nehmen, Tauziehen, Bierfass Weit Wurf usw. Näheres kann man sich bei YouTube „altes Elefantentreffen 2017“ anschauen. Das alles wurde mit viel Spaß und Gelächter vollzogen und natürlich bei starkem Schneefall.
Nachdem dieser Nachmittag gut durchlebt hatte und ich auf einmal eine Lust verspürte eine Cola zu trinken, begab ich mich in ein Bierzelt, der am Campingplatz gelegener Kneipe. Holte mir in dem fast leeren Bierzelt eine Cola und setzte mich an den Tisch um das schwarze Wasser aus den amerikanischen Bergen zu genießen. Kaum hatte ich meinen Platz eingenommen kamen zwei mit Pommes und Frikadellen beladenen Motorradfahrer aus dem Ruhrgebiet herein uns setzten sich spontan zu mir.
Wie kamen rege ins Gespräch, da sie Mitglied in einem Motorradclub waren und ich auch ein bisschen, aus meine jungen Jahren berichten konnte. Das Gespräch zog sich etwas länger hin und so konnten wir gleich zur Preisverleihung und Totenehrung gehen. Erst wurden dort die Preise des heutigen Tages vergeben und dann wurden die Namen der verstorbenen, tödlich, verunglückten Zweiradfahrer Verlesen. Das ganze versehen mit Fackeln und einer Schweigeminute. Ich bin in solchen Sachen eher hartgesottener, aber das ging auch mir unter die Haut. Der sogenannte Fackelzug der für die Verstorbenen mit Gespannen durchgeführt werden sollte, entfiel dieses Jahr wegen dem extremen Schneeaufkommen.

Ich wurde von den beiden MC Fahrern noch an ihr Lagerfeuer eingeladen und wir konnten uns super unterhalten, dabei legten sie noch etliche Köstlichkeiten auf den Grill und ich wurde spontan dazu eingeladen die Verpflegung zu vernichten. Mit der Begründung, mach dir nichts daraus wir können das ja nicht wieder mitnehmen.
Nach fortgeschrittener Stunde legte ich mich wieder in meinen Schlafsack und begann die Prozedur der vergangenen Nacht.
Am nächsten Morgen war das Zelt schnell abgebaut nur der Schnee war noch stark vorhanden und die Fahrwege eher glatt gefahren. Ich sah viele auf Hochleistung und mit Equipment vollgestopften Super Adventure Enduros die Probleme bei der Ausfahrt aus dem Campingplatz hatten, vor mir viel auch gleich ein BMW GS auf die Nase und das hielt so bei dem einen oder anderen an. Es waren aber immer und sofort hilfreiche Hände vorhanden die dem Umgefallenen halfen. Man dachte ich mir, du mit deinem Automatikroller, hier auf der glatten Piste, ob das was wird? Also allen Mut zusammengenommen rechts und links die Beine runter, wo die Canada Boots durch den Schnee rutschten und los. Wiedererwarten Kam der Piaggio X8 super klar mit dem Untergrund und ich zog, mit kleiner Dosierung des Gashahns am Enduro Pulk vorbei. Noch eine kleine Anhöhe musste ich nehmen, das war auch absolut Problemlos. Nur zwischendrin musste ein PKW mit Anhänger die Fahrspur blockieren, so dass ich auf einer kleinen Grünfläche der abgebauten Zelte, leicht ins Rutschen kam, aber selbst das brachte mich nicht in große Schwierigkeiten. Als ich auf der Anhöhe der Ausfahrt stehen blieb wurde ich gleich von zwei Enduristen angesprochen, Mensch was ist das denn für ein Ding der zieht ja voll durch. Mit diesem kleinen Kompliment fuhr ich dann wieder Richtung Heimat. Die Heimfahrt gestaltete sich eher langweilig und ich bin wieder gut angekommen.
Was nehme ich mit, von dem alten Elefantentreffen. Du bist auch wenn du alleine fährst, dort nie allein. Wildfremde Menschen, gleich welcher Nation, sprechen dich an und wollen auch den Kontakt. Meine Ausrüstung muss ich ein bisschen verbessern unter anderem die Kocherabteilung. Ich habe ein absolut friedliches und harmonisches Treffen erlebt. Ich wollte es nicht glauben, ich habe den Virus des Winterfahrens entdeckt. Wenn mich jemand fragt, du bist doch verrückt, dann kann ich nur antworten, stimmt ich bin verrückt!
Es waren:
1500 Teilnehmer vor Ort
Viele oder besser, 
sehr viele Motorradgespanne
einige Enduros, Motorräder,
wenige Roller, Mopeds und Mofas
Aber alle sind sie Verrückt, die bei Schneefall jubeln. 

Euer Wolfi der immer fährt



Samstag, 22. April 2017

Altes Elefantentreffen oder der 60. Geburstag - Teil 1 -



Zelten im Winter, oder ein sechzigster Geburtstag mal ganz anders auf dem alten Elefantentreffen auf dem Nürburgring.

Da ich schon seit meinem Leben immer mal zu einem neuen, alten oder zu dem Elefantentreffen fahren wollte, fasste ich den Entschluss mir mal selbst ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art zu machen. Der Besuch des alten Elefantentreffens an einem traditionellen und mit viel Benzingesprächen behafteten ehrwürdigen Nürburgring zu fahren.
Heute wie damals vor ca. 60 Jahren finden sich dort alle die ein, die im Winter ein Zweirad, oder Dreirad bewegen. Wobei es völlig egal ist ob es ein Motorrad, Roller, Mofa, Moped oder Gespann ist. Wichtig ist, das die oder der Verrückte es im Winter fährt.


Ich bin dann Freitag Vormittag an meinem Heimatort gestartet und konnte es am Anfang nicht verstehen, dass ich es machte. Vollgepackt mit allerlei Dingen die ich im Endeffekt nicht alle ihrer Bestimmung, benutze oder Gebrauchte. Ich hatte also den üblichen Koffer eines Pauschaltouristen gepackt, der die Hälfte seiner Bekleidung ungetragen wieder mitbrachte. Ich war gut eingepackt und dachte mir bei den ersten 20km bei Minustemperaturen, es ist ja nicht so schlimm. Da hatte ich aber die Rechnung ohne Väterchen Frost gemacht. Dieser freundliche Mitfahrer fing dann an so ab ca. 30km, ständig seine Präsenz klar zu machen.  Dieses äußerte sich in kalten Füßen, und Händen und der Körper kühlte dazu langsam, aber kontinuierlich aus. Erster halt bei Limburg in einem der amerikanischen Spezialitäten Restaurants. Dann Kaffee bestellt mit einer Backware, irgendwas halt. Der Tenor lautete aufwärmen und der Kaffee tat wirklich gut. Dann waren die Glieder wieder einigermaßen in einen funktionsfähigen Zustand gebracht und die Reise konnte weitergehen. Nachdem ich die B49 bei Limburg hinter mich gebracht hatte fuhr ich dann weiter auf die A3/A48/A61 Richtung Koblenz, diese spulte ich relativ locker, ab den an meinen erwähnten Mitfahrer habe ich mich dann gewöhnt. Ich habe dann aber auch festgestellt, wenn man gut eingepackt Autobahn fährt können aber auch die Gedanken leicht ins Träumen geraten. Also fuhr ich in meine Gedanken versunken natürlich die A61 in die falsche Richtung, merkte dieses aber recht schnell und runter von der Autobahn und einen kleinen Parkplatz angesteuert. Mein Handy brachte mich zu diesem Zeitpunkt an den Rand des Wahnsinns. Aber ich erinnerte mich an Zeiten wo ich Menschen nach dem weg fragte. Ein LKW-Fahrer den ich ansprach, erklärte mir sofort, mit einem leichten Eifeler Dialekt den Weg. Ich hatte meine Handschuhe und Helm an einer Böschung abgelegt, als ich den Helm aufsetzte musste ich feststellen das ein Handschuh leichten Kontakt mit einem Hundehaufen aufgenommen hatte, es soll ja Glück bringen, aber ich fand es nur ekelig. Aber der Weg ist das Ziel, Handschuh saubermachen und weiter geht es mit dem Roller. Also zurück auf die Bahn dann auf die A61 und Abfahrt Wehr/ Nürburgring genommen. Nur ich sah bei meiner Anfahrt keine Motorräder, Gespanne oder Roller. Ich wurde unruhig, das verstärkte sich als mir auch noch ein Gespann entgegenkam. Dazu kam noch das ich sensibel auf Motorengeräusche reagierte, permanent lauschte ich nach meine Piaggio Triebwerk. Im Gegensatz zu mir, kam die freundliche warmherzige Italienerin ausgesprochen gut mit Väterchen Frost klar und sie verrichtete absolut problemlos ihre Arbeit. Der Motor summte und es war ein absoluter Genuss den Roller zu fahren. 


Beinahe hätte ich die unscheinbar wirkende Einfahrt des Campingplatzes verpasst. Aber der Anblick der vielen Motorräder und Gespanne, ließ mich dann doch schnell reagieren. Dann Parkplatz gesucht, Roller aufgebockt, angemeldet und schon saß ich wieder auf meiner X8, dann den Schlagbaum passiert und rein in das Terrain. Der Frost in meinem Körper war schlagartig vergessen und ich folgte dem Ratschlag eines Bekannten, fahr hoch zum Organisationszelt da oberhalb ist der Campingplatz schön eben und die Toiletten und Duschen sind nicht weit weg. Beim Anfahren merkte ich das selbst leicht unbefestigte Naturwege meinem Piaggio x8 Evo nichts ausmachten und auch Steigungen nahm der Roller ohne Probleme. Kurze Orientierung und gleich abgebogen in eine kleine Campingfläche, beim ersten Zelt gehalten und drei sehr robust aussehende Männer angesprochen. Das Glück des verschmutzten Handschuhs kam zu mir, alle drei zuckten mit den Schultern und sagten einstimmig, Francaise. Ich erinnerte mich irgendwann bist du mal, mit mäßigem Erfolg mit dieser Sprache belästigt worden. Ich den Mut des verschmutzten Handschuhs aufgenommen und los. Puis-je construire ma tente hier, oh man was musst das blöd geklungen haben. Alle drei öffneten die Arme und sagten no probleme und zeigten über den Platz. Also freien Platz gefunden und Roller abgestellt, ich musste wirklich grinsen, ich war da. Also Zelt aufgebaut und die Unterlage zusammengestellt erst eine Iso Matte mit Alubeschichtung, dann eine Schaumstoff Matte, dann noch meine alte Bundeswehr Faltmatte und zum Schluss eine Plane meines Bundeswehrzeltes. Darauf mein -5 Grad Komfort Schlafsack mit kleiner Decke. Die unnützen Dinge ins Zelt geworfen und jetzt Rundgang über den Platz.


Was mir sofort aufgefallen war, wie viele Nationen dort waren und dass sich Menschen, obwohl sie die Sprache des anderen nicht sprechen, sich unterhalten können. Ich hätte auch nie gedacht das es so viele Gespann Fahrer in Deutschland gibt und es setzte sich so ein kleiner Virus in meinen Kopf der mir sagte, so ein Beiwagen wäre auch was für deinen Roller. Als ich wieder zu meinem Zelt zurückgekommen war und ich meinen Kocher auspackte um mir etwas zu brutzeln, kam ein Motorradfahrer vorbei und sprach mich an was ich da so treibe und nahm mich gleich mit an ein Lagerfeuer wo ein Gulasch vor sich hin köchelte. Daraufhin wurde ich aufgefordert mein Kochgeschirr, was eben noch auf meinem spärlichen Kocher stand hinzuhalten um mir eine Kelle von dem Gulasch einfüllen zu lassen.


Fortsetzung folgt mit Teil 2





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