Montag, 5. Juni 2017

Das erste Motorradtreffen zu Fuß



Während meiner Urlaubszeit im Kleinwalsertal wurde ein „Alpin Biker Event“ durchgeführt. Spontan kam mir der Gedanke daran teil zu nehmen.




Der Vorteil war, dass ich von meiner Ferienwohnung zum Platz des Geschehens gut zu Fuß gehen konnte, ohne das ich meinen X8 EVO bemühen musste. Also bin ich losgelaufen um ca. 13.30 Uhr eine kleine Anhöhe zu einer wunderschönen Kapelle, der Kreuzkirche Hirschegg, zu erklimmen. Während ich mich der kleinen Kirche näherte, wurde ich mehr und mehr von Motorrädern aller Klassen und Modellen überholt. Ich musste auch wieder feststellen, dass die Reise Enduro Fahrer wie immer in der Überzahl waren.



Kaum an dem Ort des Treffens angekommen wurde ich sogleich aufgefordert, an den bereit gestellten Speisen und Getränken, meinen Teller zu füllen. Mit einer Spende in einen kleinen Korb, die man selbst bestimmen konnte, war auch das schnell und gern getan.







Als ich die Platzrunde mit ein paar Fotos beendet hatte, begann auch bereits der Gottesdienst in der kleinen Kirche, in der die vielen Motorradfahrer/innen alle ihren Platz gefunden hatten.  Nach einem kleinen Vorwort von Pfarrer Frank Witzel zu seiner Predigt, wurde der Walser Gospelchor unter der Leitung von Michael Hahnel vorgestellt und er begann mit einem Song.

Man möge mir verzeihen das ich die einzelnen Lieder nicht mit Titeln benennen kann, da ich mit Musik und Pop Stars sehr große Erinnerungsprobleme habe, was Interpreten und Titel angeht. Aber dieses kleine Gospelkonzert des Walser Gospelchors nahm mich sofort in seinen Bann. Ich bin aber bestimmt darin nicht der Fachmann, da ich vielleicht in meinem Leben 4 Konzerte besucht habe und heute große Menschenaufläufe meide. Nachdem der Chor sein erstes Lied gesungen hatte, begann Franz mit seiner Predigt über „good news“. Eine Predigt die am Ende über Kommunikation und das Sprechen miteinander, den Zusammenhalt unter uns Menschen als Gottes gegebenes Gut darstellte. Durch die sehr angenehmen Liedbeiträge des anwesenden Gospelchors, die immer im rechten Zeitpunkt und passend zum Thema der Predigt ihre Songs darboten.
Es fiel mir nie schwer, Frank bei seiner Predigt konzentriert zuzuhören. Was mich in den letzten Jahren nie erreicht hatte, weil Predigten immer an einen konservativen Ablauf gebunden waren. Franz allerdings mit seiner aktiven und lockeren Art, brachte mir seine Botschaft sehr nahe.
Eine Botschaft des Miteinanders. Dabei merkte man immer, wenn er in geschickten kleinen Passagen, die nötige Botschaft mit einem gewissen Ernst an die Gemeinde sendete. Ich vergas auch die Zeit und bedauerte das dieser Gottesdienst zu Ende ging. Ich muss dazu nur eines schreiben, schaut auf diesen Pfarrer, der kleinen Kreuzkirche in Hirschegg Kleinwalsertal und unsere Kirchen werden wieder voll sein.









Nachdem ich die Kirche verlassen hatte, fühlte ich in mir etwas was ich nicht erklären konnte und es hier auch nicht will. Zuletzt hatte ich dieses Gefühl nach einem Gottesdienst in Afghanistan.

Nun konnten alle noch etwas zusammensitzen und miteinander reden. Leider konnte ich die beiden für die nächsten beiden Tage angesetzten Rockkonzerte und auch die Ausfahrten nicht besuchen da mein Urlaub zu Ende ging. Ich werde wiederkommen im nächsten Jahr und ich muss Franz auch eine Botschaft senden. Er hat mich erreicht mit seiner Predigt oder Geschichte und los wirst du mich nicht mehr so schnell, den Rollerfahrer vom Vespa Club Gießen. Denn ich bin der Wolfi der immer fährt.






Samstag, 3. Juni 2017

Outdoor, Kocher und Roller Touren

Ich denke ich sollte mal etwas über meine Ausrüstung schreiben mit der ich auf längeren Roller Touren unterwegs bin. Denn ich fahre nicht nur gerne, ich essen auch gerne. Meine Ausrüstung unterscheidet sich nicht von denen anderer Adventure Bikern oder Enduro Reisenden. 




Ich habe nur meine Beweggründe hier einfließen lassen mit denen ich eigentlich ganz gut zurechtgekommen bin. Mein Beweggrund, ich esse sehr gerne, wie bereits erwähnt. Und dies gebe ich auch zu. Alle Kocher die ich vorstelle sind was die was die Nahrungszubereitung angeht sehr unproblematisch sowie ich. Was die Nahrungsaufnahme angeht bin ich ebenso unproblematisch, weil ich bewerte Essen eher in schmeckt mir, oder schmeckt mir nicht. Da ich auch nicht zu den Suppenkaspern gehöre und klassische Eintöpfe wie Erbsen- oder Bohneneintopf nicht so mag. Ich konzentriere mich dabei eher auf den Bereich gebrutzeltes. 



Schnelles erhitzen einer Suppe bedarf eher einer etwas einfacheren Kochgelegenheit.
Da ich aber gerne das Fleisch nicht so gerne langsam erhitze und ich es auch gerne kross gebraten mag, sollte schon ein gewisser Energiebedarf unter der Pfanne freigesetzt werden.

Ich besitze Hobos, klassische Gasbrenner mit Kartusche, Spirituskocher mit flüssig und festem Brennmaterial und sogar einen selbstgebauten Brenner für einen Naturkocher. 



Wie ich finde darf ein Hobo Ofen nicht fehlen und gerade wenn einem die vom Handel bereitgestellten Brennmaterialien ausgehen, ist der Hobo eine gute Wahl.
Man kann diesen Hobo Ofen auch selber bauen und das Internet ist voll Bauanleitungen von solchen Dingern. Ich hatte aber mal durch Zufall einen Hobo Ofen bei einem Outdoor Händler gefunden und der Preis erschien mir akzeptabel.

Ein Hobo Ofen frisst so ziemlich alles was an Hölzern im Europäischen Einzugsgebiet vorhanden ist. Es ist auch schön einen „Hobo“ mit Brennmaterial zu füttern und das Knistern wahr zu nehmen, wenn er brennt. 



Kochen kann man damit sehr gut und um eine kleine Suppe warm zu machen reicht es immer. Speisen die länger brauchen sind zwar nicht problematisch aber ich muss schon sehen das der Hobo immer gut Brennmaterial zur Verfügung hat. Die Hitzeperioden durch das nachlegen des Brennmaterials schwanken dadurch. Wenn man aber nichts hat an Spiritus, Benzin oder Gas, ist der Hobo immer eine gute Wahl. 





Ich bin aber der Meinung, wenn man ein klassisches Lagerfeuer hat erübrigt sich das Kocherproblem, denn es lässt sich wunderbar an einem Lagerfeuer kochen. Außerdem kommen dann noch unsere Urinstinkte durch wenn man in ein loderndes Feuer schaut.



Alle meine Touren mit Kocher

#wolfiderimmerfährt
#wolfiontour
#Auf zur 50. Schwarzpulver Rallye nach Hammelbach
#Altes Elefantentreffen oder der 60. Geburtstag













Samstag, 27. Mai 2017

Gipfel in der Luft

Was ist SOTA? Gipfel in der Luft. 



SOTA (summit on the air) ist ein Programm des Amateurfunks, welches Anreiz schaffen soll von Berggipfeln aus, portabel Funkbetrieb durch zu führen.
Man kann in zwei Kategorien an diesem Programm teilnehmen. Als Aktivierer, der vom Gipfel aus Betrieb macht, oder als Jäger von einem beliebigen Standort aus.
Es müssen mindestens 4 QSO (Funkverbindungen) von einem Gipfel erfolgen um Wertungspunkte zu erhalten. Die Punktzahl hängt von der jeweiligen Höhe des Gipfels ab und von der Jahreszeit, im Winter gibt noch Bonuspunkte dazu. Es gilt, je höher der Gipfel umso höher die Punktzahl. Die Jäger erhalten Punkte von den Aktivierern, somit profitieren beide Seiten voneinander.

Hauptregeln für Aktivierer:

Der Gipfel muss ohne Motorkraft mit Muskelkraft erreicht werden. Fahrräder sind zum Erreichen des Gipfels erlaubt. Stromversorgung sind nur aus Batterien oder Solarzellen gestattet. Keine Stromversorgung aus dem Netz oder Generator.
Die ganze Ausrüstung muss selbst transportiert werden.

Wichtig: Keine QSO´s über Relais. Alle Aktivierer und Jäger übermitteln ihre Daten/Logs an die SOTA-Datenbank. Es sind keine QSL Karten notwendig (für mich gehört es aber zum Hamspirit eine QSL Karte (Funkbestätigungskarte) zu versenden).
Die Datenbank ist für jeden zugänglich und die Rangordnung der YL´s und
OM´s sind dort einzusehen.
Quelle: SOTA-Richtlinien



Vorbereitung:

Als erstes schaue ich auf der SOTA Seite DL auf die Gipfelliste und suche mir einen entsprechenden Berg heraus. Als Anfänger sollte man einen Berg in seiner Nähe den Vorzug geben. Dieser Berg ist dann mit einer entsprechenden Kennung versehen. Sofern er die Voraussetzung erfüllt, setzt sich die Kennung aus dem Präfix des Landes und der Kennung der Region zusammen. Danach wird noch eine Nummer vergeben, die genau den Gipfel beschreibt. Für folgende Assoziationen gilt, DM für deutsche Mittelgebirge, DL für SOTA Deutschland Alpen.
Als Beispiel für den SOTA Amateurfunk: Rimberg bei Caldern, DM/HE-108, QTH Kenner JO40HU.
Evtl. Vorankündigungen auf der Sota watch Seite. Mit Rufzeichen, Referenznummer, Frequenz, Betriebsart und Uhrzeit in UTC. Dieses kann aber auch mit dem Handy vor Ort vorgenommen werden. Ist aber nicht unbedingt die Voraussetzung für eine Aktivierung.

Evtl. Standort und Wegstrecke festlegen mit GPS, Karte, Kompass, Internet, Google Earth/Maps usw. Man sollte auch den Wetterbericht nicht vergessen. Danach bleibt es jedem Aktivierer selbst überlassen, mit welcher Ausstattung er zu seiner Aktivierung startet.

Kleine Tricks wie man bei schlechten Bedingungen zu seinen 4 QSO´s kommt. Handgerät mitnehmen und auf dem Relais rufen, dann die/den YL/OM bitten auf die SOTA Frequenz zu kommen und QSO führen.
Hat man sich auf einer SOTA Frequenz etabliert, wird man garantiert von einem Hunter auf der SOTA watch Seite gemeldet. Dann geht es richtig los und der Pile up ist vorprogrammiert.

Meine Erfahrungen zu dem SOTA Ablauf sind sehr positiv. Denn wenn man die eine oder andere Station gearbeitet hat, bleiben viele als Zuhörer auf der QRG (Frequenz). Wenn eine von Leistung strotzende Station sich auf die Frequenz des Aktivierers setzt, wird er von vielen Huntern sofort zurechtgewiesen. Nach dem Motto, man passt auf den kleinen Funkfreund, mit geringer Leistung auf.


Also Hamspirit in seiner wirklichen Urform.


Mittwoch, 17. Mai 2017

27 Grad, ab zum See

Heute 27 Grad und Sonne satt. Also schnell auf meinen Roller Piaggio X8 und los geht’s. Meine Fahrt führt mich heute über Gießen – Reiskirchen – Lich zum Inheidener See. Ein traumhaftes Fleckchen Erde. 






Zuerst wurden wir von ganz vielen Störchen begrüßt. Es roch gut nach frischer Erde, da ein Traktor das Feld umpflügte. Für die Störche gab es somit ein leckeres Mal.





Apropos Mal. Hier am See gibt es auch für uns ganz leckere Sachen. Wir haben uns für das „Seeblick“ entschieden, für Cappuccino und leckeren Erdbeerkuchen. Welch eine Idylle. Erdbeerkuchen, Cappuccino und Entchen schwimmen auf dem See vorbei. Hmmm....






So lässt es sich bei 27 Grad doch mal spontan aushalten. Jetzt noch ein kleiner Spaziergang in der Sonne und dann geht es wieder zurück. Vorbei mit meinem Roller an gelben Feldern, der Raps stinkt etwas, grünen Feldern und viel Wald. Es gibt schon schöne Ecken hier in Mittelhessen.









Sonntag, 14. Mai 2017

Vespa, Piaggio und andere Gewerke - Wo weht mich der Rollerwind hin



 Wo weht mich der Rollerwind hin


Da mir die Reiseberichte von Ed March so gut gefallen haben, wurde ich auch auf Honda aufmerksam. Ich habe mich dann um das Nachfolgemodel der C90 gekümmert. Diese liefen in den vergangenen Jahren unter der Bezeichnung Wave und Innova. Nur eine schöpft die 125cc aus, die andere zieht ihre Leistung aus einem 110ccm Triebwerk. Dieser kleine Motor hat aber den Vorteil das er nur wenig von dem Lebenssaft für Verbrennungsmotoren nimmt.

Vergleiche bei Spritmotor lagen so zwischen 1,82 und 2,1 Litern auf 100 km. Dieses bestätigte auch Honda in ihrem Prospekt. Leider würden diese Modelle nicht mehr im Neuzustand zur Verfügung stehen, da sie durch die neuen Modelreihe Vision abgelöst wurden.

Im Gegensatz zu den Modellen Wave und Innova mit Halbautomatik und Kettenantrieb, wird der Vision mit einem Riemen und Varirollen angetrieben. Die 110 ccm (108 ccm) sind geblieben und Honda wirbt mit 1,6 Litern auf 100 km, ansonsten orientiert sich der Scooter an den anderen Herstellern. Die 1,6 Liter müsste man dann bei Spritmotor mal verfolgen. Aber ich denke selbst bei 2 Litern Verbrauch wäre das noch ein Spitzenwert.



Der Vorteil für mich ist, dass es sich um einen Luftgekühlten Motor handelt und somit Wasserpumpe, Schläuche und Überwachungselektronik dafür entfällt. Nach dem Motto was nicht da ist kann auch nicht kaputtgehen. Mit seinem 5,5 Liter Tankinhalt kommt er auf bestimmt auf 275km Reichweite.

Damit mir aber die Vespa Enthusiasten nicht laufen gehen, werde ich natürlich weiter nach den Vespa Modellen schauen. Aber mit Vespa ist es wie mit Harley-Davidson, die ich auch mal besitzen durfte. Es ist der Name der am Geldbeutel zieht und bei Harley kann ich ein Lied davon singen. Andere Hersteller auf unserer Welt bauen gute Motorräder und Harley-Davidson kommt aus Amerika, mehr möchte ich nicht schreiben.



In Sachen Verbrauch müssten die Italiener noch ein wenig nachbessern wie ich finde gerade mal der Piaggio Medley schafft es unter die die 4 Liter zu rutschen. Bedingt durch seine Start, Stopp Automatik, spart er an der Ampel etwas Treibstoff. Aber durch die Abschaltung, ist wieder die von mir so verhasste Elektronik im Spiel und da bekomme ich immer etwas Bauschmerzen. Leider ist man bedingt durch den Gesetzgeber und die vermeintlich fortschrittliche Elektronik der Hersteller auf diese Technik angewiesen.



Es ist so das mein Herz für Vespa schlägt, aber die Vernunft und das denken sich eher dem Piaggio Liberty annähert.Wenn ich aber den Geldbeutel frage, dann kommt der Kosten und Nutzen Faktor ins Kalkül und der würde sich dann für eine Vision, oder einen gebrauchten Innova oder Wave entscheiden.
Alles in allem wird es spannend bleiben wie sich die Dinge bei mir Entwickeln und ich werde gerne weiter hier über meine Roller Zukunft berichten. Aber was immer bleiben wird und was sich seit meinem 15. Lebensjahr festgesetzt hat.



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